„Anwalt meines Wahlkreises sein“: So brachte Benjamin Grimm auf den Punkt, worin er im Falle seiner Wahl in den Bundestag persönlich die Aufgabe als Abgeordneter aus Oberhavel sehe.
„Anwalt meines Wahlkreises sein“: So brachte Benjamin Grimm auf den Punkt, worin er im Falle seiner Wahl in den Bundestag persönlich die Aufgabe als Abgeordneter aus Oberhavel sehe.
Auf dem traditionellen Empfang der SPD Mühlenbecker Land in der historischen Mönchmühle antwortete der sozialdemokratische Kandidat in einem öffentlich geführten Interview der Summter Trainerin und Fotografin Petra Witte, als sie am Ende auch Fragen vortrug, die von Gästen auf die ausgelegten Tischkarten geschrieben worden waren. Vorher hatte sie mit „privaten Fragen, die man auch öffentlich stellen darf“, dem Kandidaten Gelegenheit gegeben sich persönlich vorzustellen, ehe sie ihm politisch auf den Zahn fühlte. Grimms Antworten auf Zuschauerfragen ließ sie von Jeffrey Lee Mills, der die Veranstaltung am Keyboard musikalisch begleitete, jeweils nach Kürze und Würze zur Erheiterung aller Anwesenden entweder mit einem kräftigen Tusch oder mit einem lau abklingenden Akkord kommentieren.
Der Kandidat meisterte die kreative Herausforderung souverän. Schon im Januar hatte er sich mit „30 Prozent plus x“ als Ergebnis der Direktwahl am 24. September aus der Deckung gewagt, allerdings hinzugefügt, das sei natürlich nur mit tatkräftiger, kreativer Unterstützung in dem nun anstehenden Wahlkampf zu erreichen. In Mühlenbeck versicherte nun Andrea Suhr als SPD-Chefin in Oberhavel: „Wir freuen uns auf diesen Wahlkampf, denn mit der Nominierung von Martin Schulz ist in der Öffentlichkeit etwas in Bewegung geraten.“ Und mit Anspielung auf das Motto der Gemeinde Mühlenbecker Land ergänzte sie: „Das Glück liegt so nah.“
Von den benachbarten Ortsvereinen waren zur Bestätigung von Hoffnung und Teamgeist die Vorsitzenden gekommen, auch aus Wandlitz und Pankow, außerdem der Vorsitzende der Kreistagsfraktion Andreas Noack, Landrat Ludger Weskamp, die Landtagsabgeordneten Inka Gossmann-Reetz und Thomas Günter sowie Alwin Ziel, Innenminister und später Nachfolger von Regine Hildebrandt in den Regierungen von Manfred Stolpe und Matthias Platzeck. „Ich werde Benjamin unterstützen, auch ganz persönlich am öffentlichen Wahlkampfstand“, versicherte er, und Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus bekräftigte: „Unsere Gemeinde sucht den direkten Draht zum Bund, wir brauchen Benjamin im Bundestag.“

Peter Kunkel, Vorsitzender des Ortsvereins Mühlenbecker Land freute sich, dass unter den knapp hundert Besuchern zahlreiche Gäste waren, die zwar nicht Mitglieder der SPD sind, aber ehrenamtlich in Vereinen, Initiativen und der Flüchtlingshilfe aktiv. „Das ist der Nährboden unserer Demokratie, und um die geht es!“
Fotos: Axel Berschneider und Petra Witte
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