SPD Mühlenbecker Land

SPD-Ortsverein Mühlenbecker Land

Wir müssen in Europa mehr Demokratie wagen

Veröffentlicht am 27.06.2013 in Europa

In einer mitreißenden und pointierten Rede rechnete Peer Steinbrück am Donnerstag mit der Europapolitik von Kanzlerin Merkel ab. Die hohe Jugendarbeitslosigkeit sei „eine direkte Folge der einseitigen Sparpolitik“ von Merkel, kritisierte Steinbrück und forderte mehr Investitionen, um das Wachstum in Europa anzukurbeln.

Video: Peer Steinbrücks Rede zur Europapolitik

Peer Steinbrück antwortete am Donnerstag im Deutschen Bundestag auf eine Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel. In seiner kämpferischen Rede warf Steinbrück der schwarz-gelben Regierung in der Europapolitik Versagen auf der ganzen Linie vor und forderte ein Umsteuern in der Europapolitik: Nötig sei eine Doppelstrategie aus Wachstumsimpulsen und Haushaltskonsolidierung.

„Jugendarbeitslosigkeit ist direkte Folge der Sparpolitik“

Die strikte Sparpolitik der Merkel-Regierung führe in Europa zu einem „Teufelskreislauf“ aus Wachstumseinbrüchen, steigender Arbeitslosigkeit, sinkenden Staatseinnahmen und größeren Schwierigkeiten, die Defizite zu finanzieren, mahnte der Kanzlerkandidat.

Die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa sei eine „direkte Folge der einseitigen Sparpolitik“, die maßgeblich von der Merkel-Regierung vorangetrieben werde, kritisierte Steinbrück. Nötig sei eine Doppelstrategie aus Wachstumsimpulsen und Haushaltskonsolidierung, so der Kanzlerkandidat.

20 Milliarden Euro für den Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit

Die von den Staats- und Regierungschefs bislang vorgesehenen sechs Milliarden Euro im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit seien jedoch lediglich „ein Tropfen auf dem heißen Stein.“ Steinbrück forderte, Investitionen in Höhe von 20 Milliarden für Europas Jugend bereit zu stellen.

Zudem sollten alle noch verfügbaren Mittel aus den europäischen Fonds für Sofortmaßnahmen gebündelt werden und alle ungenutzten Mittel nicht in die nationalen Haushalte zurückfließen, sondern in Programme gegen Jugendarbeitslosigkeit überführt werden. Nötig sei darüber hinaus ein Sofortprogramm zur Schaffung von 500.000 Arbeits- und Ausbildungsplätzen – diese Maßnahmen seien nötig, um Europas Jugend wieder eine Perspektive zu geben.

„Wenn Sie in der Wüste regieren, wird der Sand knapp“

Steinbrück warf der Merkel-Regierung vor, dass sie in Europa einen strikten Sparkurs verlange, in Deutschland aber Wahlgeschenke – ohne Finanzierungsplan – in Höhe von 50 Milliarden Euro verspreche: „Hier haben Sie die Spendierhosen an, während Sie dort eisernes Sparen fordern.“

Die Merkel-Regierung schöpfe aus dem Vollen, allerdings habe sie trotz sprudelnder Steuereinnahmen und historisch niedriger Zinsen 100 Milliarden Euro neue Schulden aufgenommen. Steinbrück sprach Klartext: „Der Punkt ist einfach: Sie können nicht mit Geld umgehen. Wenn sie in der Wüste regieren, wird der Sand knapp!“

„Zeit für den Wechsel“

Steinbrück warf Merkel vor, dass sie keine Vision für Europa habe: „Sie haben keine Strategie für Europa. Sie wurschteln sich durch“, so Steinbrück in Richtung Merkel: „Das Erbe von Helmut Kohl ist bei Ihnen nicht gut aufgehoben.“

Die hohe Arbeitslosigkeit, Armut und Perspektivlosigkeit seien ungerecht und gefährdeten den inneren und äußeren Frieden in Europa. Politiker hätten die „Verantwortung, dass Europa nicht auseinander bricht“, so der Kanzlerkandidat.

Nötig sei „eine neue Europabewegung, eine neue Idee von Europa.“ Auch für Europa, so Steinbrück, gelte der Satz von Willy Brandt: „Wir müssen mehr Demokratie wagen.“ Von dieser Bundesregierung allerdings sei nichts mehr zu erwarten. Steinbrücks Fazit: „Es ist Zeit für den Wechsel!“

 

Termine

Alle Termine öffnen.

29.04.2026, 19:00 Uhr Neue Regierung. Wie geht es weiter?
Die neue Regierung in Brandenburg nimmt Gestalt an – doch was bedeutet das konkret für das Land und für unser …

Alle Termine

SPD unterstützen

Mitglied werden!

Vorsitzender des SPD Unterbezirks OHV

Dr. Benjamin Grimm

Mitglied des Landtags (MdL) Brandenburg

Bürgermeister der Gemeinde Mühlenbecker Land

Filippo Smaldino

Landrat des Landkreises Oberhavel

Alexander Tönnies

SPD-Politik

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

Ein Service von websozis.info